“Noch einmal das Schlösschen besingen” – das wollten die Chöre Il Canzoniere, das Vokalensemble und Solisten aus unseren Reihen. Im März werden die Umzugskisten gepackt. Zwei Monate zuvor haben wir  das Foyer und anschließend den barocken Rundsaal noch einmal zum Klingen gebracht. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Vokalmusik von Renaissance bis Moderne.

Über 13 Jahre war Piano&Voice im Schlösschen zu Hause. Heute hieß es: Auf ins vorerst letzte Konzert im vertrauten historischen Gemäuer. Da die Kinder bereits im Dezember ein Adventskonzert gegeben hatten, standen heute fast ausschließlich Erwachsene auf der Bühne. Am Klavier begleiteten Annemarie Weibezahn und Stefanie Fersch. Den Auftakt machte Il Canzoniere im unteren Foyer. Sie sangen neuere Kompositionen mit nachweihnachtlichen Texten.

Anschließend ging es in den barocken Rundsaal, wo Soli und Duette aus Romantik und Barock mit Klavierbegleitung geboten wurden. Das Vokalensemble sang Werke zeitgenössischer Komponisten, eines davon (“Deep in the night”) a cappella. Zum Schluss kam dann noch einmal Il Canzoniere auf die Bühne.

Als “Küken” und dennoch als eine der ersten Schülerinnen überhaupt war auch die 16-jährige Katharina dabei, die nicht nur in zwei Duetten Sopran sang, sondern auch ein Solo gab, das vom Chor Il Canzoniere und vom Klavier begleitet wurde.

Das Programm bot einen Querschnitt durch viele Jahrhunderte und Einblicke in die Bandbreite des Unterricht-Repertoires aus Chören, Gesangsunterricht und Stimmbildung. Die großen Themen Liebe und Leid waren in den Stücken ebenso Gegenstand wie Freundschaft, Glaube, Hoffnung und Freude über die Natur.

Abschied vom Schlösschen

Tenor und Vokalensemble-Mitglied Martin dankte Stefanie und Annemarie von Herzen und würdigte beider großes Engagement. “Wir haben hier im Schlösschen viel gemeinsam musiziert und uns und anderen damit Freude bereite”, sagte er. In den neuen Räumen werde dies fortgeführt.

Martin erinnerte auch an kleine Details aus der langen Schlösschenzeit. So schön das Ambiente auch sei, hätten sich doch manchmal auch die Eigenschaften der historischen Bausubstanz bemerkbar gemacht. “Wenn ich in der Gesangsstunde die Treppe knarzen hörte, wusste ich, dass der Unterricht wohl bald vorbei ist.” Den Faden nahm Stefanie Fersch gerne auf und erzählte lachend: “Ich habe immer mal wieder gescherzt, dass ich nochmal bei ‘Wetten dass’ auftrete mit der Wette: ‘Ich erkenne jeden Schüler am Schritt auf der Treppe’.”

Eine Treppe gibt es in den neuen Räumen nicht mehr. Alles andere kann in wenigen Wochen begutachtet werden. Denn bereits ab März musizieren Schüler und Lehrer in der Hochstraße mitten in Bobingen.

Der Konzertabend endete mit einem Sektempfang. Zum Klavierspiel mit Gesang (wiederum von Katharina) stießen Sängerinnen, Sänger und Gäste auf das neue Jahr an und auf alle künftigen Neuerungen, die uns in den nächsten Wochen und Monaten erwarten.

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Hier kommt das genaue Programm

Es war ein schöner Konzertabend!